Saal des Sphinx

Es werden hier kleinere Fragmente aus dem Aphaiatempel auf Ägina ausgestellt. Unter diesen ist besonders der Torso einer Sphinx hervorzuheben, der dem Saal auch seinen Namen gab. Er bekrönte einst die Nordwestecke des Tempels. Die Sphinx hat den Körper eines Hundes und den Kopf eines Mädchens.

Griechische Tempel sind nicht nur architektonische Konstruktionen mit tragenden und lastenden Gebäudeteilen wie den aufragenden Säulen und den horizontal verlegten Gebälken. Sie werden auch als Organismen verstanden, als gewachsene Gebilde. Deshalb tragen sie häufig figürlichen und pflanzlichen Dekor. Schön kann man das vor allem am Dachschmuck des Aphaiatempels beobachten, von dem sich bedeutende Beispiele erhalten haben. Dazu zählen Reste von mächtigen Palmettenbäumen, die in einem Fall von zwei Mädchenstatuetten flankiert werden. Hierbei handelt es sich um Akrotere, d.h. Firstbekrönungen, des Tempels. Die vier Ecken des Tempeldaches zierten hingegen hockende Sphingen mit grazilen Löwenkörpern und anmutigen Mädchenköpfen.

Die Dachziegel waren größtenteils aus Ton geformt. Nur die erste Ziegelreihe rings um den Dachrand bestand aus Marmor. Erhalten sind heute einige marmorne Deckziegel, deren Stirnflächen mit aufgemalten Palmetten dekoriert waren, sowie einzelne ebenfalls palmettengeschmückte, jedoch tönerne Akrotere, die in fortlaufender Reihe den Dachfirst bekrönten.

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Ich habe viel Herzblut in die Aufnahmen gesteckt und freue mich, wenn für den archäologisch Interessierten und/oder Liebhaber antiker Kunst, dieser „Artikel“ Anklang findet.