Freunde des Kaisers
Auf seinen ausgedehnten Reisen wurde Kaiser Hadrian auch von persönlichen Freunden begleitet, die ihn bei seinen Regierungsgeschäften unterstützten. Dazu gehörte Titus Caesernius Statianus, von dem sich ein Bildnis in der Glyptothek befindet. Es weist ein nuancenreich modelliertes Gesicht mit konzentriertem Blick auf. Das in langen Strähnen ondulierte Haupthaar ist vom Wirbel aus in die Stirn gestrichen. Dort endet es in kleinen Rolllocken. Entgegen der kaiserlichen Mode ist Caesernius un-bärtig. Er war in den Jahren 128-132 n. Chr. Begleiter des Hadrian auf dessen Orientreise.
Vielleicht ebenfalls einen Vertrauten des Kaisers, zumindest aber einen verdienten Bürger aus der Oberschicht stellt ein überlebensgroßes Porträt (GL 417) in der Glyptothek dar. Es zeigt einen Mann mittleren Alters mit kräftigem Gesicht. Er ist rasiert und trägt eine kunstvolle, in Stufen gelegte und mit der Brennschere erzeugte Luxusfrisur, die bereits Kaiser Nero eingeführt hatte.
Bereits um 140 n. Chr. entstanden ist das Porträt einer jungen Frau. Darauf deutet ihre Frisur mit den Wellenbändern über der Stirn und der komplizierten Zopfpartie am Hinterkopf hin. Die Schläfen sind an beiden Seiten mit Korkenzieherlocken geschmückt. Die Frau trägt einen Ährenkranz, die corona spicea. Vielleicht war sie eine Priesterin, oder es sollte durch den Kranz ihre Frömmigkeit und Fruchtbarkeit hervorgehoben werden.
Glyptothek
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Montag: geschlossen
Di und Mi–Fr, Sa und So: 10:00 – 17:00 Uhr
Do: 10:00 – 20:00 Uhr
Ich habe viel Herzblut in die Aufnahmen gesteckt und freue mich, wenn für den archäologisch Interessierten und/oder Liebhaber antiker Kunst, dieser „Artikel“ Anklang findet.
