Begleitend zu meinem Beitrag „Saurier – Giganten der Meere“ – Mein Trip in die Urzeit im Lokschuppen Rosenheim, findet ihr hier noch eine große Anzahl von Fotos zur Ausstellung. Begleittexte entnommen den Info-Tafeln in der Ausstellung. Alle Fotos © Janka Heissinger

TRIAS

Die Trias ist in der Erdgeschichte die älteste Periode des Mesozoikums (Erdmittelalter). Die Triaszeit begann vor etwa 250 Millionen Jahren und endete vor 205 Millionen Jahren, umfaßte also ca. 45 Millionen Jahre. Der Trias geht das Perm voraus, ihr nach folgt der Jura.

SEELILIEN, SCHNECKEN, MUSCHELN UND BRACHIOPODEN – OPFER UND ÜBERLEBENDE

In der Trias entwickeln viele Tiergruppen die Fähigkeit, hartschalige Nahrung zu knacken. Festsitzende oder langsame Bewohner des Meeresgrunds wie Seelilien, Schnecken, Muscheln und Brachiopoden sind ihnen nahezu schutzlos ausgeliefert. Es überlebt nur, wer Strategien entwickelt, sich dem Fraß zu widersetzen oder zu entziehen. Brachiopoden sind dabei weniger erfolgreich als Muscheln: Diese haben je nach Art dickere Schalen, sind fester verankert, graben sich ein oder sind beweglicher.

AUS EINEM KÜSTENMEER VOR UNSERER ZEIT

Aus den Überlebenden der permischen Katastrophe ist nach langer Erholungsphase in den Trias-Meeren wieder eine große Vielfalt an Organismen entstanden. Darunter auch die ersten Reptilien, die sich allmählich zu Meeressauriern entwickeln und die See als üppige Nahrungsquelle nutzen.
Am Meeresboden weiden Pflasterzahnechsen die Muschelbänke ab, während Nothosaurier nach schwimmender Beute Ausschau halten. Die flinken Mixosaurier können ihnen aber als effektive Schwimmer leicht entkommen.

Ceratit (Ceratites nodosus)
Kuhtrittmuschel (Megalodon)
Muscheln (Hoernesia socialis)
Seelilie (Seirocrinus subangularis)
Ceratit (Ceratites semipartitus)
Muscheln, Brachiopoden und Schnecke
Mixosaurus (Mixosaurus)
Meereskrokodil (Pelagosaurus typus)
Temnodontosaurus trigonodon
Temnodontosaurus Skleralring
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JURA

Jura, mittlere System des Mesozoikums, nach der Trias, vor der Kreide. Der Jura begann vor etwa 201,3 Millionen Jahren und endete vor etwa 145 Millionen Jahren. Er dauerte somit rund 56,3 Millionen Jahre.

EIN ELDORADO FÜR RAUBFISCHE

In den Riffen des späten Jurameeres blüht das Leben. Für Raubfische herrscht keine Nahrungsknappheit. Während Haie in der Trias eine Phase geringer Vielfalt durchmachen, finden sie nun beste Bedingungen vor.
Ihre Artenzahl nimmt zu. Selbst die urtümlichen und schwerfälligen Schmelzschuppen gewinnen unter diesen günstigen Bedingungen noch einmal an Vielfalt.

FISCHREICHE GEWÄSSER

Zum Ende des Jura ist das Meer reich an unterschiedlichsten Fischarten. Kleine sprottenähnliche Fische ziehen in riesigen Schwärmen umher und bieten in ihrer Masse eine wichtige Nahrungsgrundlage für Raubfische.
Schnelle Jäger wie Caturus erkennt man an ihrem spindelförmigen Körper mit der sichelförmigen Schwanzflosse.
Der hochrückige Pflasterzahfisch Turbomesodon zeichnet sich dagegen als wendiger Riffbewohner aus, der sich von hartschaligen Tieren ernährt.

DIE RIFFMACHER

In den ufernahen lichtdurchfluteten Regionen des Jurameeres entstehen vielerorts Riffbereiche, die je nach Typ von Korallen und Schwämmen gebildet werden. Das Vorkommen von Korallen im Gestein gilt als Nachweis für ein einst tropisches Klima.

MEERESSAURIER IM AUFBRUCH

Während des Jura haben sich gefährliche Raubtiere wie Liopleurodon entwickelt. Aus ihren kräftigen Kiefern ragen bis zu 20 cm lange Zähne.
Trotz ihres gepanzerten Körpers sind selbst Meereskrokodile wie Steneosaurus dem knochenbrechenden Gebiss eines Liopleurodon wehrlos ausgeliefert.

Schmelzschuppenfisch (Propterus microstomus)
Hai (Selachia)
Haarstern(Comaturella pinnata)
Seeigel (Clypeus patella)
Haarstern (Geocoma carinata)
Schmelzschuppenfisch (Dapedium)
Pachycormus bollensis
Schmelzschuppenfisch (Lepidotes elvensis)
Stenopterygius crassicos
Qualle (Rhizostomites admirandus)
Steinkoralle (Scleractinia)
Krabbe (Aeger spinipes)
Krebs (Eryon arctiformis)
Langschwanz-Flugsaurier (Rhamphorhynchus muensteri)
Kurzschwanz-Flugsaurier ( Pterodactylus micronyx)
Schmelzschuppenfisch (Propterus microstomus)
Krabbe (Aeger spinipes)
Flügel von einem Langschwanz-Flugsaurier (Rhamphorhynchus muensteri)
Knochenfisch ( Aspidorhynchus sanzenbacheri)
Echter Knochenfisch (Ebertichthys ettlingensis)
Echter Knochenfisch (Ebertichthys ettlingensis)
Pflasterzahnfisch (Turbomesodon relegans)
Langschwanz Flugsaurier (Rhamphorhynchus)
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KREIDE

-145 bis -66 Mio. Jahren. Die Kreide geprägt von der Herrschaft großer fleischfressender Dinosaurier und einem plötzlichen Aussterben der Dinosaurier am Ende der Kreidezeit, als vermutlich ein Meteorit in die Erde einschlug.

BLÜTE VOR DEM UNTERGANG

Nach einer Abkühlung am Ende des Jura kommt es im Verlauf der kreide zu einer der heißesten Phasen der Erdgeschichte. Der Meeresspiegel liegt bisweilen 200 Meter höher als heute. Große Teile der Kontinente sind überflutet.

Riesige Flachmeere bieten günstige Lebensbedingungen. Hier gibt es reichlich Nahrung für alle, nicht zuletzt für die Meeressaurier. An Land verbreiten sich die Blütenpflanzen und mit ihnen Blüten bestäubende Insekten.

SIEGESZUG DER ECHTEN KNOCHENFISCHE

In den ausgedehnten Flachmeeren der Kreide entwickeln sich unter den Fischen eine ungeheuere Vielfalt. Besonders die Artenzahl der Echten Knochenfische nimmt rasant zu. Sie bevölkern die unterschiedlichen Lebensräume. Dabei verdrängen sie allmählich die bisher vorherrschenden Knochenfische bis auf einen kleinen Rest.

Heute zählen weniger als 50 Arten zu diesen ursprünglichen Vertretern. Auch Haie erleben in der Kreide eine erhebliche Zunahme ihrer Artenvielfalt.

KREIDEZEITLICHES WARMBAD

Durch den hohen Meeresspiegel in der Oberkreide sind weite Bereiche der Kontinente überflutet. Dort liegen die Wassertemperaturen über 30 Grad, und der Salzgehalt ist hoch. Korallen kommen mit diesen Bedingungen nicht klar. Jetzt sind es die Rudisten, bizarr geformte Muscheln, die an deren Stelle ausgedehnte Riffe bilden.

An einigen Orten erstrecken sich deren Riffe in einer gewaltigen Schichtdicke über viele Kilometer entlang der Küste. Als Rudistenkalk zeugen heute mächtige Gesteinsschichten von dieser Zeitepoche.

Kugelzahnfisch (Palaeobalistum goedeli)
Quastenflosser (Macropomoides orientalis)
Echter Knochenfisch (Xiphactinus)
Diplomystus brevissimus
Osmeroides sardinoides
Kofferfisch (Ostraciidae)
Rhinobatos
Geigenrochen (Rhinobatos)
Sonnenrochen (Cyclobatis longicaudatus)
Geigenrochen (Rhinobatos)
Sonnenrochen (Cyclobatis longicaudatus)
Geigenrochen
Geigenrochen (Rhinobatos)
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VERSTEINERTE EISTÜTEN

Die sogenannten Rudisten bilden mit ihren dicken, von Röhren und Hohlräumen durchzogenen Schalen ausgedehnte Riffe. Dort, wo die Wassertemperaturen zu hoch für Korallen sind, können sie sich konkurrenzlos ausbreiten. Die Rudisten sterben schon kurz vor dem Ende der Kreide aus.

Ammonit (Douvilleceras mammillare)
Ammonit (Lytoceras fimbriatum)
Heteromorpher Ammonit (Deshayesites)
Hornkieselschwamm (Demospongia)
Hornkieselschwamm (Siphonia tubulosa)
Hornkieselschwamm (Siphonia tubulosa)
Nadelschnecke (Natica bulbiformis)
Rudisten (Hippurites)
Rudisten (Hippurites)
Schnecke (Acteonella)
Seeigel (Phymosoma koenigii)
Turmschnecken (Anchura und Turitella)
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ENDE MEINER FOTOTOUR

Mit ein paar Eindrücken aus der Ausstellung „Saurier – Giganten der Meere“ verabschiede ich mich von Euch und hoffe, der fotografische Ausflug in die Urzeit hat Euch gefallen.

Saurier-Ausstellung im Lokschuppen Rosenheim
Saurier-Ausstellung im Lokschuppen Rosenheim
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