Projekt Beschreibung

3. TEIL UNSERES SEMINARS

SO BEKOMMT IHR DEN DURCHBLICK BEI PLEXIGLAS

Im dritten und letzten Kapitel dieses Praxisseminars – Plexiglas schleifen und polieren – wird gezeigt, dass man keine Angst haben muss, unabhängig ob die Schäden innen oder außen vorliegen, wenn es um das Entfernen von Kratzern in Plexiglas-Becken geht. Damit das Ergebnis auch zufriedenstellend ausfällt, muss das schleifen sehr sorgfältig und ohne Zeitdruck geschehen. Auch die Wahl der richtigen Werkzeuge, Maschinen und der Schleifmittel tragen maßgeblich zum Erfolg bei.

Schleifen und Polieren von Plexiglas - Welche Werkzeuge benötigen wir?
GENERELL MUSS BEACHTET WERDEN, DASS DIE TIEFE DER KRATZER ÜBER DAS ANFANGSKORN DES SCHLEIFPAPIERS ENTSCHEIDET.

Alle Fotos © Janka Heißinger und Norman Pfannkuchle. Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit dem NRW-Riff-Forum (Peter Wollborn) erstellt – Vielen Dank an Euch!

SCHLEIFEN IM AUSSENBEREICH ODER BEI LEEREN ACRYL-BECKEN

Bewährt haben sich in der Praxis folgende Geräte und Schleifmittel folgender Hersteller:

  • Rotationsschleifer, z.B. Festoll ETS 150/3 EQ oder andere entsprechende Modelle
  • Klingspor und/oder Festool Schleifpapier
  • Polierwachs Menzerna SF und/oder IP Festpaste
  • Stoffschwabbelaufsätze für Handpoliergeräte oder Bohrmaschinen

Der erste Schleifvorgang muss die Kratzspuren vollkommen beseitigen und jeder nachfolgende Schleifvorgang muss die Schleifspuren des vorherigen Schleifvorganges beseitigen, d.h. immer großflächig schleifen! Zur besseren Orientierung empfiehlt es sich, die betroffenen Stellen mit einem wasserfesten Filzstift großzügig zu markieren. Vor dem Wechsel der Körnung die Fläche immer reinigen.

WELCHE KÖRNUNGEN SIND ZU BENUTZEN?

In der Regel werden folgende Körnungen benutzt: 240, 400, 800, 1200 und 2000. Der Schleifvorgang erfolgt meist in drei Stufen:

Grobschliff: mit einer Körnung von 240
Mittelschliff: mit einer Körnung von 400 und 800
Feinschliff: mit einer Körnung von 1200 oder danach 2000

MITTEL -UND FEINSCHLIFF

Der Mittel -und Feinschliff sollte nur nass erfolgen.
Nach dem Schleifen und anschließender Reinigung werden die geschliffenen Stellen mit einer Stoffwalze/Polierscheibe und dafür geeigneten Polierwachs poliert.
Die Umdrehungszahl bei Schwabbeldurchmesser von 100mm beträgt ca. 2000 U/min.
Beim maschinellen Schleifen und Polieren ist ferner darauf zu achten, dass nicht zu lange und zu fest aufgedrückt wird, damit durch entstehende Reibungswärme keine Spannungen oder Mini-Risse auftreten.

REPARATURARBEITEN UNTER WASSER

Für Reparaturarbeiten unter Wasser bieten sich Micromesh® Schleifmittel an.
Die Schleifkristalle die in einer Silikon/Latexmatrix und einem textilem Trägermaterial fest gebunden sind, ermöglichen eine hohe Beweglichkeit und Anpassung an die zu bearbeitenden Fläche. Micromesh® kann nass oder trocken verwendet werden und ist in Korngröße 1500, was das “gröbste” Korn ist, bis hin zu 12000 (damit kann man sich die Nägel polieren) erhältlich.
Eine korrekte Anwendung vorausgesetzt, ist Micromesh® sehr lange haltbar, aber nicht geeignet tiefe Kratzer abzuschleifen.
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