Projekt Beschreibung

Die Ausstellung „Muscheln und Schnecken“ im Deutschen Meeresmuseum

BEGEHRTE SAMMELOBJEKTE

Die vielfältige Schönheit – ob in ihrer Form und Oberfläche, ob aus Porzellan oder Perlmutt schillernd – die Schalen der 20 000 Muschelarten und die Gehäuse der 110 000 Schneckenarten mit Oberflächenstrukturen und Farben sind begehrte Sammelobjekte. Ihre Farbmuster bilden sich, weil Zellgruppen des Mantelrandes Farbstoffe in die äußere Kalkschicht abgeben.

BELIEBTES ZAHLUNGS- UND TAUSCHMITTEL

Schon bevor es den modernen Menschen gab: Menschen behängten sich mit Muschelschalen und Schneckenhäusern. Die Gehäuse von Porzellanschnecken galten z.B. in Afrika und Asien als Tauschäquivalent für Waren, sogenanntes Muschelgeld.
Kegelschnecken sollte man beim Tauchen nicht zu nahe kommen. Die Gehäuse sind zwar schön anzusehen, aber die Pfeile dieser Schnecken haben eine tödliche Wirkung.




Beeindruckende Wal-Skelette

Wale & Delfine

RIESENMUSCHELN „ZÜCHTEN“ EINZELLIGE ALGEN

Diese Muscheln bewohnen sonnige Flachwasserbereiche tropischer Meere. In ihrem Blut leben winzige Algen, die Licht zum Aufbau von Nährstoffen benötigen. Darum ragt der durchblutete Mantel weit aus den Schalenklappen heraus. Das ist eine Symbiose: Die Algen verwerten Exkrete ihres Wirtes und dienen der Muschel als zusätzliche Nahrung.

Schnecke oder Muschel – worin liegt der Unterschied?

Schnecken, Muscheln – so verschieden sie aussehen: Sie gehören zu den Weichtieren, auch Mollusken genannt. Das auffälligste Merkmal der meisten Mollusken ist deren Schale, mit der oftmals die Art bestimmt wird.

Muscheln (Bivalvia) haben eine aus zwei kalkigen Klappen bestehende Schale und einen weitgehend reduzierter Kopf. Die zwei Klappen, die durch ein elastisches Schlossband (Ligament) verbunden sind, werden von zwei Schließmuskeln zusammengehalten. Die Schloßleiste mit ihren Zähnen und Zahngruben wirkt wie ein Scharnier. Ihre Form ist unterschiedlich.
Muscheln leben weltweit in Salzwasser, Brackwasser und Süßwasser und sind meist zwischen 0 und 100 m, selten bis 11.000 m Wassertiefe zu finden. Muscheln leben im Meeresgrund, sind an ihm festgewachsen oder liegen frei auf ihm.

Die meisten Schneckengehäuse sind spiralig gewunden, weil innen an der Spindel weniger und außen am Rand mehr Kalk abgelagert wird. Ein Muskel wickelt sich um die Spindel und verbindet den Weichkörper mit dem Gehäuse. Viele Schnecken schließen ihr Gehäuse mit einem Deckel. Bei Schnecken kommt noch ein muskulöser Fuß hinzu und ein Kopf mit Fühlern, Augen und einem Atemrohr (dem Sipho). Muscheln haben einen eher schmalen Fuß, Kiemen und Siphon.

Großes Papierboot

Schalenbildung

Die Schale schützt den Weichkörper. Das Kalzium zu ihrem Aufbau wird aus Nahrung und Wasser gewonnen. Im Blut gelöst, gelangt es zu den Stellen des Mantels, wo Flächen- und Dickenwachstum der Schale erfolgen und wird dort als kristalliner Kalk abgeschieden.

Weichtiere in Gefahr

Verschmutzung der Meere und massenhafte, industrielle Verarbeitung zur Perlmuttergewinnung und für Andenken und Nahrungszwecken gefährden Muscheln und Schnecken. Schutzmaßnahmen müssen ihr Aussterben verhindern.

BIZARRE BEWOHNER

DIE TIEFSEE

Bildimpressionen aus der Ausstellung „Mensch und Meer“ Meeresmuseum Stralsund – ein kleiner Auszug.
Alle Fotos © J. Heißinger – Beschreibung der Exponate übernommen den Hinweistafeln der Ausstellung.

Die größte Muschel der Erde, die Riesenmuschel Tridacna
Präparat einer Strandkrabbe
Haupt- und Nebenzähne einer Herzmuschel
Archenmuschel
Haupt- und Nebenzähne einer Muschel
Giftzüngler
Großes Papierboot
Flügelschnecken im MEERESMUSEUM
Porzellanschnecken im MEERESMUSEUM
Miesmuscheln im MEERESMUSEUM
Lochnapfschnecken im MEERESMUSEUM
Helmschnecken im MEERESMUSEUM
Perspektiv- und Kreiselschnecken im MEERESMUSEUM
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