Projekt Beschreibung

DIE GRÖSSE MACHT DEN UNTERSCHIED

Fische sind die artenreichste Gruppe (rund 32 000 Arten) der Wirbeltiere. Sie leben in riesiger Zahl in den Weltmeeren, vom Flachwasser bis in die Tiefsee. Viele Arten leben allein im Süßwasser. Je nach Lebensweise haben sie verschiedene Körperformen. Selbst innerhalb einer Fischgruppe gibt es Unterschiede in der Größe. Bei fast allen Gruppen gibt es Riesen.
Fische sind stammesgeschichtlich die ältesten Wirbeltiere im Wasser. Man unterscheidet Knochenfische und Knorpelfische (z.B. Haie und Rochen).

FISCHBESTÄNDE SCHRUMPFEN

Seit industrielle Fangflotten, ausgerüstet mit Echolot, Radar und Satellitentechnik, die Meere plündern, schrumpfen die Bestände dramatisch. Es werden mehr Fische gefangen als nachwachsen. Früher galten die Ozeane als unerschöpfliche Nahrungsquellen.
Heute sind mehr als drei Viertel aller kommerziell genutzten Fischbestände maximal ausgebeutet oder bereits überfischt. Die industrielle Fischerei gefährdet langfristig die Nutzung der Meere. Denn häufig gehen auch Jungfische ins Netz, ehe sie Nachwuchs gezeugt haben. Nur die wenigsten Nutzfische erreichen heute noch ein normales Fischalter und ihre maximale Größe. 

Der Kampf um den letzten Fisch hat begonnen!

Für den Erhalt eines Fischbestandes spielen die großen und älteren weiblichen Tiere eine sehr wichtige Rolle. Diese „Big Mamas“ besitzen eine deutlich höhere Vermehrungsrate im Vergleich zu jüngeren Tieren.

TÖDLICHE FALLEN

Die modernen Fischernetze bilden heute die größte Gefahr für das Ökosystem Meer. Besonders dramatisch sind die hohen Beimenge. In den oft gewaltigen Netzen werden zahllose Tiere ungewollt mitgefangen und dann tot ins Meer geworfen. Eine grausame Verschwendung von Leben!
Für eine nachhaltige Fischerei sind selektive Fangmethoden notwendig, damit die Fischer nur das fangen, was sie zum Verkauf benötigen.

Das können WIR tun: Der Greenpeace-Ratgeber Fisch (www.greenpeace.de) sagt uns, welche Fischart wir guten Gewissens essen können und welche überfischt sind. Wer sich daran hält, hilft mit, die Meere als Nahrungsquelle für Mensch und Tier zu erhalten.

Sägefische sind die größten Rochen. Sie können über 8 Meter lang werden, Das entspricht der Grundlinie beim Tennis. Allein 2 Meter kann die Säge messen. Sie dient vor allem dem Beutefang und kann auch zur Verteidigung eingesetzt werden. Das gezeigte Schwert stammt von einem rund sechs Meter langen Sägefisch. Ursprünglich war es 1,20 Meter lang.
Die Flunder ist der wichtigste Plattfisch der Ostsee. Sie kann einen halben Meter lang werden. Diese Größe kommt heute kaum noch vor. Viele Tiere werden gefangen und getötet, noch ehe sie richtig ausgewachsen sind.
Der Seidenhai ist ein weit verbreiterte Großhai. Er steht mittlerweile auf der Roten Liste der bedrohten Arten, weil die Tiere häufig ungewollt in Fischernetzen mitgefangen werden.
Es gibt rund 100 verschiedene Arten von Katzenhaien. Die neben dem Seidenhai dargestellte Gattung Scyliorhinus spp. gehört mit Längen zwischen 40 und 140 Zentimetern zu den kleinsten Haien.
Nur selten werden Nagelrochen schwerer als 15 kg. Sie gehören damit zu den kleinsten Rochenarten. In der Nordsee sind sie regelmäßig Beifangopfer.
Der Riesen-Zackenbarsch bewohnt Korallenriffe und ist dort der größte Knochenfisch. Er wird bis zu 2,70 m lang und kann mit gut 400 kg Gewicht so schwer wie fünf stattliche Männer werden.

Der Heilbutt ist der größte Plattfisch und im Nordatlantik weit verbreitet. Besondere Exemplare können 3,5 m lang werden und über 300 kg auf die Waage bringen. Das schwerste dokumentierte Exemplar wog 320 kg.

Der Heilbutt ist ein begehrter Speisefisch und gilt als überfischt. Daher erreichen nur wenige Tiere heute noch die Maximalgröße. Die Weibchen können 50 Jahre alt werden.

Heilbutt Ozeaneum

Bildimpressionen aus der Ausstellung „Große und kleine Fische“ Ozeaneum Stralsund. Alle Fotos © Janka Heißinger
Beschreibung der Exponate übernommen den Hinweistafeln der Ausstellung, © Ozeaneum