Projekt Beschreibung

ÜBERFISCHUNG, UMWELTVERSCHMUTZUNG UND SCHIFFFAHRT

DIE DRITTE STATION FÜHRT UNS AN DECK EINES FORSCHUNGSSCHIFFES

Unser Rundgangs führt uns nach Betreten der leicht geneigten Bodenfläche an Deck eines Forschungsschiffes. Wie sich Überfischung, Umweltverschmutzung und Schifffahrt auf die Meere auswirken und wie aufwändig die Meeresforschung ist, sind Hauptthemen dieser Ausstellung. Grafiken führen vor Augen wie eine über Jahrzehnte verfehlte Fischereipolitik zum Raubbau an unseren Meeren geführt hat.
Mit einer Reling abgegrenzte Schauvitrinen an den Wänden, Schaugläsern mit Präparaten und ein präparierter Eisbär, zeigen die Vielfalt des Lebens unter und im Wasser.

In einer fiktiven, zehnminütige Tauchfahrt aus der Sicht im Tauchboot kann man im Tauchfahrtkino auf eine Reise von der Ostseeküste bis zum Mittelatlantischen Rücken in 4 000 Metern Tiefe gehen.
Forschungsschiffe im Maßstab 1:50, wie Maria S. Merian, Sonne, Meteor und Polarstern sind zu sehen, ebenso historische Tauchhelme, Modelle von Satelliten und Forschungstauchbooten. Sehenswert ist das gut zwei Meter lange und eine Tonne schwere Tauchboot MANTIS.

MEERESFORSCHUNG

Auf 500 m² werden aktuellen Themen der deutschen Meeresforschung anschaulich und interaktiv einem breiten Publikum vermittelt. Vom Meeresgrund bis zur Wasseroberfläche kommt Technik zum Einsatz, um die Ozeane und Meere genauer zu erforschen. Hightech-Tonnen, wie z.B. die über 1 000 Leuchttonnen, markieren an der deutschen Ostseeküste die Fahrwasser und gefährliche Hindernisse.
Diese „Seelaternen“ arbeiten mit leistungsstarken LED-Lichtquellen. Sie erhalten ihre Energie aus langlebigen Akkumulatoren, die über Solarmodule nachgeladen werden.

Kranz-Wasserschöpfer

Sie bringen Wasserproben aus verschiedenen Tiefen zum Forschungsschiff. Beim Herablassen ermitteln Messsonden Tiefe, Temperatur, Salzgehalt und Trübung. Die Daten übertragen sie an Bord des Schiffes.
Beim Heraufholen legen die Forscher fest, in welcher Tiefe welcher Schöpfer schließt. Sie können bis zu 24 Proben von je 10 Liter aus ganz verschiednen Tiefen entnehmen. Aus diesen Proben gewinnen die Forscher Erkenntnisse über Eigenschaften des Wassers in verschiedenen Stockwerken des Meeres.

Messmast ARKONA

Stationen wie der Messmast ARKONA gehören zu dem Messnetz MARNET, das Nord- und Ostsee überwacht. Sie messen Wind und Wellengang, Temperatur, Sauerstoff- und Salzgehalt des Wassers und vieles mehr.

Tiefsee-Fotoschlitten

In den 1970er Jahren wurde dieser Kameraschlitten hinter einem Forschungsschiff über den Meeresboden geschleppt. Aus mehr als 5 000 Metern Tiefe sendeten Kameras erste Bilder von Manganknollenfeldern. Gewicht des Schlittens: 1,5 Tonnen.

ROV Cherokee – Nachbau

Der Cherokee ist ein ferngesteuertes Tauchfahrzeug – ein ROV. Das Kürzel bedeutet: Remotely Operated Vehicle. Wissenschaftler manövrieren das ROV vom Forschungsschiff aus. Der Cherokee kann bis zu 1 000 Meter tief tauchen.

Auf Forschungsmission

Rund 25 deutsche Forschungsschiffe befahren alle Meere – von der Arktis bis zur Antarktis, vom Schwarzen Meer bis zum Pazifik.
Im Atlantik erforscht die WALTHER HERWIG III Nutzfische und deren Lebensgemeinschaften. Die WEGA vermisst Küstengewässer und sucht in Ost- und Nordsee gefährliche Wracks. Vielseitig einsetzbar ist die POSEIDON. Die POLARFUCHS forscht in der Ostsee.
Große Schiffe, wie die METEOR, die SONNE, die POLARSTERN und die MARIA S.MERIAN, gleichen schwimmenden Großlabors – vollgestopft mit raffinierter Technik.

Erforschung und Nutzung, Fotoschlitten
Erforschung und Nutzung, Messmast ARKONA
Erforschung und Nutzung, Kranzwasserschöpfer
Erforschung und Nutzung, ROV Cherokee Tauchfahrzeug
Erforschung und Nutzung, Forschungsflugzeug Polar 5
Erforschung und Nutzung, Lotsenschiff HANSE
Erforschung und Nutzung, 65 Schaugläser im Meeresmuseum
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Bildimpressionen aus der Ausstellung „Erforschung und Nutzung“ Ozeaneum Stralsund. Alle Fotos © Janka Heißinger
Beschreibung der Exponate übernommen den Hinweistafeln der Ausstellung, © Ozeaneum