Raum Kunst und Zeit – Museum Ägyptischer Kunst

Mit der Entstehung des ägyptischen Staates beginnt in der Reichseinigungszeit (um 300 v. Chr.) auch die Herausbildung der charakteristischen Merkmale der ägyptischen Kunst in Skulptur und Relief.

In der Frühzeit (1.- 2. Dynastie, 3050-2700 v. Chr.) erfolgt die Formulierung der kubistischen Grundstruktur der Skulptur, der Gerüst von waagrechten und senkrechten Linien durch eine Basisplatte und einen Rückenpfeiler verkörpert werden.

Im Alten Reich (3.- 6. Dynastie, 2700-2170 v. Chr.) entstehen umfangreiche Reliefzyklen in den königlichen Totentempeln und Privatgräbern; das Porträt erlebt eine erste Blüte.
Dem Zerfall der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen in der Ersten Zwischenzeit (7.-11. Dynastie, 2170-2040 v. Chr.) entspricht die Auflösung des Formenkanons in der Kunst.

Das “Goldene Zeitalter” des Mittleren Reiches (11.-13. Dynastie, 2040-1780 v. Chr.) gilt späteren Epochen als Vorbild schlechthin, vor allem im Bereich von Kunst und Literatur. Die Produktion von Kunst ist nicht mehr auf das Umfeld des Königshofes konzentriert; es entwickeln sich Landschaftsstile in der Provinz von Mittel- und Oberägypten, wo auch ausdrucksstarke Altersporträts entstehen.

Das Münchner Buch der Ägyptischen Kunst
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung im Neuen Museum: 100 Meisterwerke

Letzte Aktualisierung am 20.02.2019 um 20:29 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Bildrechte & Texte

Bildimpressionen aus dem Museum Ägyptischer Kunst  in München
Alle Fotos © Janka Heißinger

Beschreibung der Exponate und Eingangstexte übernommen den Hinweistafeln im Museum.