OZEANEUM – Riesen der Meere

Die Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ bildet das Ende des Rundgangs.

Der Blauwal, ein Gigant unter den Walen ist mit 26 Meter Länge das größte Wal-Modell der sieben ausgestellten Wal-Modelle.
Ein 16 Meter langes Buckelwalweibchen mit seinem fünf Meter großen Kalb, ein abtauchender 15 Meter langer Pottwal im Kampf mit einem Riesenkalmar, ein acht Meter langer Orca, ein 4 Meter großer Mantarochen, ein 3 Meter großer Mondfisch und eine Riesenalge sind ebenso zu sehen.

Auch über die Bedrohungen der Wale informiert die Ausstellung. Eine Multimedia-Inszenierung stellt die Walarten mit ihren Gesängen und Lauten vor – Fazit für mich: Wahrlich atemberaubend, man kommt sich sehr klein vor.

Der Mensch – größter Feind der Meeresriesen

Meeresriesen wie Wale haben kaum natürliche Feinde. Die Menschen sind zur größten Gefahr für diese Meeressäuger geworden.
Walfänger haben viele Arten an den Rand der Ausrottung gebracht. Als grösste Bedrohung gilt der massive Eingriff in das Ökosystem Meer durch Fischerei und Klimawandel.
Die chemische Verseuchung der Meere und der enorme Lärm durch Schiffsverkehr, Industrie und Militär bergen weitere Gefahren.

Die Zukunft der Meeresriesen liegt in der Hand des Menschen!

Grausame Jagd

Meeresriesen sind begehrte Objekte für Menschen. Ein einziges Beutetier liefert eine große Menge Fleisch. So stehen die größten unter den Meerestieren seit jeher auf dem Speisezettel der menschen. Im 20. Jahrhundert töteten Walfänger über zwei Millionen Großwale! Bei einigen Walarten ist es fraglich, ob sie sich je erholen werden.

Das können WIR tun: Wale und andere Meeresriesen haben keine Lobby. Unterstützt Umweltorganisationen wie Greenpeace, die sich um den Schutz der Meeressäuger kümmern.

Chemisch vergiftet

Eine große Gefahr für die Meere und ihre Bewohner ist die chemische Verseuchung, besonders durch Dauergifte. Das sind schwer abbaubare Chemikalien – z.B. aus Computern – die sich stark in Lebewesen anreichern. Sie schwächen das Immunsystem und führen zu Unfruchtbarkeit. Da viele Meeresriesen am Ende der Nahrungskette stehen, nehmen sie über die Nahrung besonders viele Gifte auf.

Das können WIR tun: Gefährliche Chemikalien stecken in ganz gewöhnlichen Alltagsprodukten. Achtet darauf beim Einkauf! Bevorzugt ökologische Lebensmittel, Baumwoll -Textilien aus kontrolliert biologischem Anbau sowie Spielzeug, Bodenbeläge und andere Produkte ohne PVC.

Klimawandel

Der Klimawandel bedroht auch die Riesen der Meere. Denn steigende Wassertemperaturen verschieben das Artenspektrum. Der Krill im Südpolarmeer beispielsweise, Hauptnahrungsquelle der Blauwale, schwindet seit in 1970 er Jahren. Den kleinen Krebsen mangelt es an Eisdecke, unter der sie Schutz und Nahrung finden. Erwärmt sich das Meer weiter so schnell, werden sich viele Lebewesen nicht rechtzeitig anpassen können.

Das können WIR tun: Um die Meereserwärmung in Zuge des Klimawandels zu stoppen, muss der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid gedrosselt werden. Jeder kann mitmachen: fährt weniger Auto, unternehmt weniger Flugreisen, wechselt zu einem Ökostrom-Anbieter und geht sparsam mit Energie um!

Bildimpressionen aus der Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ Ozeaneum Stralsund
Alle Fotos © J.Heißinger – Beschreibung der Exponate übernommen den Hinweistafeln der Ausstellung.



Wale im Dauerstress

Wale haben ein hochentwickeltes Gehör und können sich über verschiedene Laute verständigen. Die Dauerbelastung durch Erkundung-Explosionen der Ölförderung, Schiffslärm und militärische Schallexperimente vertreibt sie aus ihren Gebieten und stört ihre Kommunikation und Orientierung – Schlimmstenfalls kann der Lärm das Gehör schädigen und die Wale stranden lassen.

Das können WIR tun: Verzicht im Urlaub auf Wasser- und Jetski. Teilweise kann der Lärm unter Wasser noch in zehn Kilometer Entfernung zu hören sein.