OZEANEUM – Fische und Säugetiere

Obwohl ihre Körper ähnlich stromlinienförmig gebaut sind, ist ihre Herkunft und die Art der Anpassung unterschiedlich.

Robben – Wanderer zwischen den Welten

Robben leben teils im Wasser, teils an Land. Anders als Wale haben sie Hintergliedmaßen. Sie sind jedoch weit nach hinten gerichtet und bilden eine Art „Schlagschwanz“.
Damit Können die Tiere im Wasser manövrieren und sich auch an Land fortbewegen. Die Robben sind so ihrem Lebensraum perfekt angepasst.

Die optimale Tropfenform

Bei den verschiedenen Arten von Meeresbewohner hat sich eine ähnliche Körperform herausgebildet, die es ihnen ermöglicht, sich optimal fortzubewegen. Man nennt dies „Konvergenz“. Gleiche Merkmale bei nicht verwandten Lebewesen im gleichen Lebensraum. Ob Kalmar, Fisch, Robbe, Wal oder Pinguin: Allen gemeinsam ist die Tropfenform, die sie zu Meisterschwimmern macht.

Atmen – mit Kieme oder Lunge

Fische nehmen den in Wasser gelösten Sauerstoff über die Kiemen auf, Meeressäuger müssen regelmäßig zum Atmen auftauchen. Denn die Lungen nehmen – wie beim Menschen – den Sauerstoff nur aus der Luft auf.

Taucher benutzen einen Schnorchel und können dadurch gleichzeitig atmen und die Welt unter Wasser bestaunen.

Der Wal kann das auch, indem er durch die Nase atmet, die im Laufe der Stammesgeschichte an den höchsten Punkt seines Kopfes gewandert ist. Meeressäuger müssen regelmäßig zum Atmen an die Wasseroberfläche kommen.



Bildimpressionen Ozeaneum Stralsund
Alle Fotos © J.Heißinger – Beschreibung der Exponate übernommen den Hinweistafeln der Ausstellung.

Fluke statt Hinterbeine

Der Schweinswal hat eine horizontal stehende Flosse, die Fluke. Damit können sich die Tiere leicht auf- und abwärts bewegen. Die Hintergliedmaßen sind beim Wal bis auf kleine Reste zurückgebildet. Sie erinnern noch an seine landlebenden Vorfahren. Dafür sorgt die Fluke für eine elegante Fortbewegung im Wasser. So entwickelte sich die ideale Körperform für ein Leben im Meer.

Tempo im Wasser

Bei den meisten Fischen steht die Schwanzflosse aufrecht, denn sie müssen sich vor allem vorwärts bewegen.
Viele Meeressäuger sind großartige Schwimmer. Die Schwanzflosse ist ihr „Motor“. Wie Flossen beim Taucher sorgen kräftige Schläge für ein hohes Tempo.

Die Brustflossen dienen Fischen und Walen vor allem zum Steuern, sie können auch zum Bremsen benutzt werden. Bei den Walen heißt die Brustflosse Flipper. Sie entspricht dem menschlichen Arm. Menschen können besser schwimmen, wenn sie die Finger geschlossen halten. Der Wal kann dassselbe: im Laufe seiner Stammesgeschichte hat sich eine Flosse aus Bindegewebe um die Fingerknochen gelegt.