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Hansestadt
Stralsund
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Tor zur Insel Rügen

Mit imposanten Bauten der Backsteingotik ist die Hansestadt Stralsund ein Anziehungspunkt in Mecklenburg-Vorpommern. Diese, von reichen Kaufleuten gebauten Giebelhäuser findet man fast in jeder Straße der Altstadt und sind ein absoluter Blickfang.

Stralsund hat heute etwa 58.000 Einwohner und wurde im Juni 2002 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Sie gilt aufgrund ihrer Lage auch als das „Tor zur Insel Rügen“, mit der sie durch den Rügendamm und die Strelasundbrücke verbunden ist.

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Stadtbesichtigung

Für eine Stadtbesichtigung eignet sich als Ausgangspunkt das Rathaus. Die Stralsunder Kaufleuten investierten einen Großteil in ein grandioses Rathaus. Ursprünglich wurde der überwiegende Teil des Hauses als Kaufhaus genutzt, bevor Mitte des 15. Jahrhunderts die Ratsherren Einzug hielten. Die repräsentative Schauwand wurde um 1370 errichtet und über den sechs großen Fenstern des Giebels erinnern neben den eigenen Stadtwappen die Wappen der Hansestädte Lüneburg, Bremen, Hamburg, Lübeck, Wismar, Rostock und Greifswald an die bedeutende Zeit der Hanse. Auf der Nordseite befindet sich auch der Löwensche Saal, in dem 1370 den Stralsunder Frieden, ein bedeutendes Ereignis in der europäischen Geschichte, geschlossen wurde.

Direkt neben dem Rathaus befindet sich die älteste der drei großen Pfarrkirchen Stralsunds, St. Nikolai. Die dreischiffige Basilika wurde um 1276 nach dem Vorbild der Lübecker Marienkirche errichtet und war einmal 150 m hoch. – 1662 zerstörte ein Brand die Turmspitzen. Der Südturm wurde daraufhin mit einem Barockaufsatz und der Nordturm mit dem noch heute vorhanden Notdach versehen. Die Kirche der Ratsherren und Patrizier erhielt eine prachtvolle Innenausstattung. In dem kreuzrippengewölbten Innenraum mit gotischer Ausmalung aus dem 14. und 15. Jahrhundert sind kostbare Schätze, wie beispielsweise die astronomische Uhr, die 1395 in Gang gesetzt wurde, aber seit dem 16. Jahrhundert still steht, der spätgotischen Hochaltar und die Renaissancekanzel aus Sandstein und Marmor zu bewundern. Viele alte Grabstein sind steinerne Zeugen der gut betuchten Herrschaften, die hier ihre Sünden beichteten und um Beistand baten.

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