Koje 6: Riesenechsen und Minisäuger

Erdgeschichte: Trias – Jura, 251 – 145 Mio. Jahre.
Die Dinosaurierwelt bot durchaus mehr als behäbige Dickwänste, die durch Farn- und Ginkgowald stampften. Tatsächlich waren die „schrecklichen Echsen“ höchst unterschiedlich:
Vor 200 Millionen Jahren etwa lebte Liliensternus, ein agiler Springer, oder vor 100 Millionen Jahren der elegante Raubsaurier Deinonychus und nicht zu vergessen die Flugsaurier, die mit Leichtigkeit abhoben.

Einige Saurier hatten – wie ihre Vogelnachkommen – Federschwingen, die aber sicher noch nicht zum Fliegen taugten. Vermutlich dienten sie vielmehr dazu, die Tiere zu wärmen.

In Schichten eingebettet

Die meisten Fossilien findet man in Sedimentgesteinen – in Schichten, die sich über lange zeit abgelagert und totes Leben eingebettet haben und dann versteinert sind.
Viele Fossilien der Jurazeit findet man zum Beispiel im sogenannten Solnhofer Plattenkalk südlich von Nürnberg. Dieser entstand aus Lagunen Ablagerungen.
Das Wasser dort war sehr salzig und enthielt zugleich wenig Sauerstoff. Beides zusammen verhinderte, dass das organische Material schnell verweste. Außerdem kristallisiert starke Lauge oft in den Körperhöhlen aus. So bleiben einstige Lebewesen strukturgetreu erhalten.

Archaeopteryx

Im Jahre 1860 wurde der fossile Abdruck einer Feder entdeckt und darauf ein erstes vollständiges Skelett: Archaeopteryx, was sinngemäß übersetzt „alte Feder“ heißt, hatte Merkmale von Reptilien und Vögeln zugleich. Die Theorie, dass sich die Arten entwickeln, hatte Belege bekommen.

Fingerflügelsaurier

Klein, flugfähig, mit einer Flügelspannweite von 50 bis 75 cm und langer, spärlich mit Zähnen besetzter Schnabelschnauze: Pterodactylus, der Flügelsaurier, war gar kein Saurier, sondern ein Reptil. Es lebte nahe an Flüssen und Seen, stets auf Jagd nach kleinen Fischen und Insekten.

Nashornleguan

Kommt auf Haiti und der Dominikanischen Republik in Sand- und Steinwüsten mit spärlichem Bewuchs bzw. in Steppen mit Dornbuschbewuchs vor. Mächtige Krallen, die vorrangig zum Graben benutzt werden.