Koje 5: Leben erobert Land

Erdgeschichte: Devon – vor 416 – 359 Mio. Jahren.
Die klimatischen Bedingungen, die im Devon herrschten, waren vor allem von warmen, sogar tropischen bis trockenen und heißen Temperaturen geprägt und es breiteten sich Landpflanzen aus und es entstehen riesige Sumpfwälder.

Das Devon ist von der Eroberung des Festlandes durch Tiere und Pflanzen – die sich in dieser Epoche rasant weiterentwickelten (Gliedmaßen zum Laufen, Lungen zum Atmen atmosphärischer Luft und eine Körperoberfläche, die an das Leben außerhalb des Wassers angepasst ist) – maßgeblich geprägt.

Der Quastenflosser – ein Veteran der Evolutionsforschung

Die Quastenflosser bevölkerten bis vor 70 Millionen Jahren die Weltmeere, von da an galten sie als ausgestorben.
Im Jahr 1938 entdeckte Marjorie Courtenay-Latimer, Kuratorin am Naturhistorischen Museum von East London, einen unbekannten Fisch, der später als Quastenflosser identifiziert wurde. In Anlehnung an den Namen seiner Entdeckerin nannte man das Tier Latimeria chalumnae.

Quastenflosser gelten als sogenannte Brückentiere, das heißt, sie sind ein Beleg für die Evolutionstheorie, die den Übergang von einer Gruppe zur nächsten verkörpert. In diesem fall kann man die Entwicklung von den Fischen zu den Amphibien nachvollziehen: Im Gegensatz zu den Flossen der Fische ähneln die Bauch- und Brustflossen der Quastenflosser im Knochenaufbau eher den Armen oder Beinen von Landwirbeltieren – gleichsam der Prototyp für Laufflossen, die es den Tieren viele Millionen Jahre später ermöglichte, das Land zu erobern.

Bereits die frühen Formen der Quastenflosser waren in der Lage, an Land zu gehen. Außer ihren Kiemen besaßen sie Atemlöcher und Lungen. Somit konnten sie sowohl im Wasser als auch an der Luft atmen. Wegweisend waren auch ihre kräftigen Brust- und Bauchflossen. Dieser entfernte Verwandte der frühen Landgänger ist erst 1938 entdeckt worden.