Der Unterschied bei Fischen und Säugetiere liegt im Detail

Atmen mit Kiemen oder Lunge

Taucher benutzen einen Schnorchel und können dadurch gleichzeitig atmen und die Welt unter Wasser bestaunen.
Der Wal kann das auch, indem er durch die Nase atmet, die im Laufe der Stammesgeschichte an den höchsten Punkt seines Kopfes gewandert ist. Alle Meeressäuger müssen regelmäßig zum Atmen an die Wasseroberfläche kommen.

Gut an das Wasser angepasst

Bei den meisten Fischen steht die Schwanzflosse aufrecht, denn sie müssen sich vor allem vorwärts bewegen. Viele Meeressäuger sind großartige Schwimmer. Die Schwanzflosse ist ihr „Motor“. Wie Flossen beim Taucher sorgen kräftige Schläge für ein hohes Tempo.

Die Brustflossen dienen Fischen und Walen vor allem zum Steuern, sie können auch zum Bremsen benutzt werden. Bei den Walen heißt die Brustflosse Flipper. Sie entspricht dem menschlichen Arm. Menschen können besser schwimmen, wenn sie die Finger geschlossen halten. Der Wal kann dassselbe: im Laufe seiner Stammesgeschichte hat sich eine Flosse aus Bindegewebe um die Fingerknochen gelegt.

Fluke statt Hinterbeine

Der Schweinswal z.B. hat eine horizontal stehende Flosse, die Fluke. Damit können sich die Tiere leicht auf- und abwärts bewegen. Die Hintergliedmaßen sind beim Wal bis auf kleine Reste zurückgebildet. Sie erinnern noch an seine landlebenden Vorfahren. Dafür sorgt die Fluke für eine elegante Fortbewegung im Wasser. So entwickelte sich die ideale Körperform für ein Leben im Meer.

Optimale Tropfenform

Bei den verschiedenen Arten von Meeresbewohner hat sich eine ähnliche Körperform herausgebildet, die es ihnen ermöglicht, sich optimal fortzubewegen. Man nennt dies „Konvergenz“. Gleiche Merkmale bei nicht verwandten Lebewesen im gleichen Lebensraum. Ob Kalmar, Fisch, Robbe, Wal oder Pinguin: Allen gemeinsam ist die Tropfenform, die sie zu Meisterschwimmern macht.

Das Ozeaneum entdecken

Biodiversität ist der Fachausdruck für die biologische Vielfalt. Sie umfasst die genetische Vielfalt, die Vielzahl der Organismen und die ökologische Vielfalt. Ob als Fülle der Organismen und Lebensgemeinschaften oder als genetische Einzigartigkeit jedes Individuums: Das Phänomen Leben zeigt viele Seiten.

Es äußert sich nicht nur als Artenvielfalt. Die Evolution als Geschichte der Lebewesen in einer sich ständig wandelnden Umwelt beruht auf die Vielzahl der Lebenserscheinungen und ihrer fortwährenden Veränderung.

Riesen-Zackenbarsch

Der Riesen-Zackenbarsch bewohnt Korallenriffe und ist dort der größte Knochenfisch.
Er wird bis zu 2,70 m lang und kann mit gut 400 kg Gewicht so schwer wie fünf stattliche Männer werden.

Flunder

Die Flunder ist der wichtigste Plattfisch in der Ostsee.
Sie kann über einen  halben Meter lang werden. Diese Größe kommt heute kam noch vor. Viele Tiere werden gefangen und getötet, noch ehe sie richtig ausgewachsen sind.

Nur selten werden Nadelrochen schwerer als 15 kg. Sie gehören zu den kleinsten Rochenarten. In der Nordsee sind sie regelmäßig Beifangopfer.

Tödliche Fallen

Die modernen Fischernetze bilden heute die größte Gefahr für das Ökosystem Meer. Besonders dramatisch sind die hohen Beimenge. In den oft gewaltigen Netzen werden zahllose Tiere ungewollt mitgefangen und dann tot ins Meer geworfen.
Eine grausame Verschwendung von Leben!
Für eine nachhaltige Fischerei sind selektive Fangmethoden notwendig, damit die Fischer nur das fangen, was sie zum Verkauf benötigen. Das können WIR tun: Der Greenpeace-Ratgeber Fisch sagt uns, welche Fischart wir guten Gewissens essen können und welche überfischt sind. Wer sich daran hält, hilft mit, die Meere als Nahrungsquelle für Mensch und Tier zu erhalten.

Fischbestände schrumpfen

Seit industrielle Fangflotten, ausgerüstet mit Echolot, Radar und Satellitentechnik, die Meere plündern, schrumpfen die Bestände dramatisch. Es werden mehr Fische gefangen als nachwachsen. Früher galten die Ozeane als unerschöpfliche Nahrungsquellen.
Heute sind mehr als drei Viertel aller kommerziell genutzten Fischbestände maximal ausgebeutet oder bereits überfischt. Die industrielle Fischerei gefährdet langfristig die Nutzung der Meere. Denn häufig gehen auch Jungfische ins Netz, ehe sie Nachwuchs gezeugt haben. Nur die wenigsten Nutzfische erreichen heute noch ein normales Fischalter und ihre maximale Größe. Für den Erhalt eines Fischbestandes spielen die großen und älteren weiblichen Tiere eine sehr wichtige Rolle. Diese „Big Mamas“ besitzen eine deutlich höhere Vermehrungsrate im Vergleich zu jüngeren Tieren.

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